Philippinen: Präsidentschafts-, Senatoren- und Abgeordnetenwahlen

Maria Fatima Viray USI*, DR. KLIPPE Consult, Manila13.05.2010

Die Präsidentschaftswahlen vom 10.05.2010 liefern Benigno Aquino als wahrscheinlichen neuen Präsidenten. 17.888 Posten müssen neu besetzt werden.


Erstmalig wurden auf den Philippinen neuartige automatische Wahlcomputer eingesetzt, die mit einem optischen Scannersystem ausgerüstet sind. Mehr als 70.000 dieser Geräte taten überwiegend ihren Dienst, wenn es auch einige Ausfälle gab.

Die Menschen waren gezwungen in der sengenden Hitze von mehr als 35 °C zu warten, taten dies aber sehr diszipliniert und geduldig oft bis zu 4 Stunden lang.




Bei Fertigstellung dieses Berichts stand das Endergebnis noch nicht fest. Klar dürfte aber die Entscheidung um das Amt des Präsidenten sein: Benigno „Noynoy“ Aquino III liegt mit etwa 43 % deutlich vor dem ehemaligen Präsidenten „Erap“ Estrada.


===>






Die bis zum 30.06. amtierende Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo darf nach zwei Legislaturperioden nicht mehr antreten.

Aquino ist der Sohn berühmter Eltern, die auf den Philippinen einen legendären Ruf genießen. Der Vater, Senator Benigno „Ninoy“ Aquino Aquino, Jr., wurde 1983 nach seiner Rückkehr aus dem US-amerikanischen Exil auf dem Rollfeld in Manila vom Marcos-Regime erschossen. Die Mutter, Corazon „Cory“ Aquino, wurde daraufhin politisch aktiv, zwang den Diktator Marcos 1986 in Wahlen in die Knie und war bis 1992 die erste Präsidentin. Sie war es, die den Philippinen die Demokratie zurückgab.

Zeitgleich zu den Präsidentschaftswahlen werden 17.888 Posten im Land neu vergeben. Sobald klare Aussagen vorliegen, berichten wir weiter über die politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen.

© DR. KLIPPE Consult 2010

 


(*) DR. KLIPPE-Partner Maria Fatima Viray USI ist Ansprechpartnerin für lokale Fragestellungen. Ihr Sitz ist in Manila, Philippinen.

E-Mail: f.usi@dr-klippe.com